Zusatzfunktionen PSIwms spezifisch

Neben den nach der Richtlinie VDI 3601 vorgesehenen Zusatzfunktionen eines WMS beinhaltet PSIwms darüber hinaus weitere spezifische Zusatzfunktionen zur Steuerung von Lägern.

Die PSIwms spezifischen Zusatzfunktionen sorgen zum Beispiel für:

  • Sanfte Migration von Altsystemen
  • Vereinfachtes Handling bei wiederkehrenden Situationen
  • Minimierung von Fehlkonfigurationen
  • Fundierte Entscheidungsgrundlage, ob ein Außenlager oder ein weiterer Standort eröffnet oder geschlossen werden soll
  • Nutzung von vorkonfigurierten Szenarien, die durch Experten erstellt wurden
  • Sicherstellung der Performance durch Entlastung der Produktivdatenbank
  • Früherkennung kritischer Situationen, um notwendige Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten

Funktionen im Detail:

Adaptiver Auftragsstart

PSIwms adaptiver Auftragsstart ermöglicht Ihnen eine KPI-orientierte Einlastung von Aufträgen unter Berücksichtigung aktueller Kapazitäten.

Das heißt, PSIwms startet automatisch Aufträge oder hält Aufträge absichtlich zurück, mit dem Ziel eine gleichmäßige Auslastung aller Lagerbereiche und evtl. weiterer Ressourcen wie Packplätze zu erreichen.

Adaptives Szenario Management

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In PSIwms können für unterschiedliche Situationen Szenarien definiert werden, die bestimmen, wie das PSIwms sich in einer Situation verhält. Zum Beispiel können die beiden Szenarien „Frühschicht“ und „Spätschicht“ definiert werden, die sich durch Unterschiede im Einlager- und/oder Bereitstellmanagement unterscheiden. Grundsätzlich sind fast alle Konfigurationen in PSIwms szenarioabhängig modellierbar und ermöglichen dem Benutzer auf einfache Weise sein Lager flexibel zu betreiben.

Archiv

Um Zugriffe auf die operativen Daten möglichst effizient durchführen zu können, wird von PSIwms zwischen Daten für die operative Anwendung in der Produktionsdatenbank und Daten für die Archivierung und Langzeitauswertung in der Archivdatenbank unterschieden. Die Archivfunktion verschiebt zyklisch die als zu archivierend konfigurierten Daten automatisch von der Produktiv- in die Archivdatenbank. Ein Wechsel zwischen Archiv- und Produktivmodus ist in den PSIwms-Masken durch einen einfachen Schalter möglich.

Automatisiertes Testen

Um Fehler bei der Softwareeinführung oder bei späteren Veränderungen ausschließen zu können, wurde im PSIwms ein automatisches Testverfahren (SPU-Test) integriert, so dass Ihr System automatisch ablaufenden Tests unterzogen wird. Diese setzen auf einer vordefinierten Test-Datenbank sowie definierten, reproduzierbaren Zuständen auf. Auch Veränderungen im laufenden Betrieb können so getestet werden. Gerade hier ist eine hundertprozentig ausgetestete Software wichtig.

Bestandstrenner plus

Ein Bestand (auch: Quant) klammert die Menge eines Artikels mit identischen Attributen, die zusammen auf der gleichen Transporteinheit liegt. Grundsätzlich können im PSIwms alle möglichen Kombinationen von Bestandsattributen zu Bestandstrennern konfiguriert werden. Die Bestandstrenner werden bei Bestandsbewegungen entsprechend berücksichtigt.

Billing

Das Modul Billing dient dazu, auf Basis der in PSIwms erfassten Statistiken Rechnungen für die von einem Lagerbetreiber erbrachten Leistungen zu erzeugen. Value Added Services wie beispielsweise Umpacken/Etikettieren von Ware, Reinigung/Reparatur von Ladungsträgern u.v.m. können über Service Codes im PSIwms erfasst werden und durch das Billing mit dem Kunden abgerechnet werden.

Cockpit

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Das neue PSIwms myCockpit ermöglicht neben der Zusammenstellung mehrerer großer Cockpit-Ansichten in Ultra-HD-4K-Auflösung auch die Anzeige einzelner Cockpit-Elemente auf beliebigen Masken, um beispielsweise tabellarische Daten mit Diagrammen visuell zu unterstützen.
Weitere Vorteile des PSIwms myCockpit sind die Übergabemöglichkeit von Parametern an Cockpit-Elemente sowie die direkte Eingabe einer Datenbankabfrage im Cockpit-Element-Wizard.

Control Mobile

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Damit Sie jederzeit und von überall Zugriff auf wichtige Daten haben, stehen Ihnen folgende Leitstandinformationen darstellungsoptimiert für mobile Endgeräte zur Verfügung:

Statistiken, Events, Systemstatus, Systemparameter, Open Street Map, Auskunftsfunktionen.

Event Management

Bei der Vielzahl parallel ablaufender Prozesse unterstützt PSIwms den Benutzer bei der Prozessverfolgung durch das Eventmanagement. Eintretende Ereignisse können konfiguriert, protokolliert und klassifiziert werden. Mit diesem Erweiterungsmodul kann beispielsweise überwacht werden, dass Avise innerhalb bestimmter Zeiten bearbeitet, Transporteinheiten innerhalb bestimmter Zeiten eingelagert oder Aufträge innerhalb bestimmter Zeiten fertiggestellt werden. Bei Bedarf können beim Eintreten von Ereignissen E-Mails an definierte Empfängergruppen gesendet werden, Meldungen an ein Host-System erfolgen oder Alarme im Leitstand ausgegeben werden.

Image Capture

Das Erweiterungsmodul Image Capture erlaubt die Erfassung von Fotos über eine Kamera am PC-Client im Zusammenhang mit Artikeln, Avisen, Aufträgen oder Abrechnungen. Somit können beispielsweise defekte Waren bei der Anlieferung beweissicher im PSIwms dokumentiert werden, um eine spätere Reklamation beim Lieferanten durchzuführen.

Kommissionierbatch

Kommissionierungen können über konfigurierbare Regeln sowohl zwischen Bereichen in separierte Kommissionieraufträge aufgeteilt als auch in Bereichen zu Kommissionerbatches gruppiert werden.

Damit erfolgt eine Optimierung der Kommissionierung selbst (durch Reduktion der Wege oder Einzelpicks) oder nachgelagerter Prozesse, wie die Konsolidierung oder das Packen.

Die Durchführung eines Kommissionierbatch erfolgt mit mehrstufigen Kommissionierungen (z.B. in Kombination mit Sortern) oder Multi-Order-Picks (z.B. in Kombination mit der Berücksichtigung des Ziel-Behälters für Pick-und-Pack).

Kundenprogrammierung über Webservice

Durch die Integration einer standardisierten Web-Service Schnittstelle können eigene Kundenprogrammierungen vorgenommen werden. 

  • Variante 1: allgemeiner RESTful Web-Service

    • Nur lesenden Zugriff
    • Basierend auf dem OData Standard (Open Data Protocol von Microsoft)
    • Rückgabeformat: JSON Objekte
    • Einfache bis komplexe Abfragen möglich

  • Variante 2: Client-Server Telegramme als Web-Service zugänglich

    • Die Kommunikation zwischen Client und Server kann auf RESTful Web-Service umgestellt werden
    • Alle Client-Server Telegramme sind als Web-Service-Aufruf verfügbar

Lagervisualisierung

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PSIwms verfügt über eine prozessorientierte Lagervisualisierung, die Ihnen auf einen Blick verdichtete Informationen über den Zustand des gesamten Lagers liefert. Füllstände der Lagerbereiche, Verteilung von Artikeln auf den Lagerplätzen, Verteilung von Auslageraufträgen über alle Lagerbereiche u.v.m. wird in der Visualisierung hervorgehoben und eröffnet dem Leitstand somit Optimierungsmöglichkeiten. Ein Designmodus ermöglicht die detaillierte Modellierung des eigenen Lagers und eine Anbindung an das PSI Click-Design erlaubt das benutzerspezifische Designen des Visualisierungsdialoges (z.B. bezüglich Eingabefelder und Funktionsbuttons).

Lokalisierung

Lokalisierung im Lager oder auf dem Hof von Fahrzeug, Transporteinheit und Auftragsziel.

  • Automatisches Quittieren von Transporten sobald Behälter/ Stapler Zielplatz erreichen
  • Verwaltung von großen Außenlagern
  • Auffinden von Behältern

Modellierung

PSIwms ermöglicht dem Benutzer die Modellierung sämtlicher Prozesse, Warenflüsse, Topologien, Parameter in einem separaten Konfigurations-Tool oder per Dialog im PSIwms-Client. Dabei können durch einfache oder komplexe Regelwerke eine Vielzahl an Lösungen erreicht werden, ohne eine Anpassung durch Programmierung vornehmen zu müssen. Selbst im Live-Betrieb ist eine flexible Umkonfiguration bzw. Erweiterung der Lager durch die PSIwms Modellierung einfach zu realisieren.

PSI-Click-Design

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PSI-Click-Design ermöglicht Ihnen die Zusammenstellung eigener Sichten über einen intuitiv bedienbaren, visuellen Editor. Sie können benutzerspezifisch eigene Dialogkombinationen, eigene Detail-Sichten sowie eigene Filterdefinitionen anlegen und in Profilen speichern. Hinzu kommen neue Gruppierungs- und Aggregatsfunktionen, das Docking und Freistellen von Dialogen sowie Verbesserungen für die Nutzung von Ultra-HD-4K-Auflösung.

Stücklistenverwaltung

Durch eine Artikel-Artikel-Zuordnung können hierarchische Strukturen zwischen Artikeln und/oder weiteren Stücklisten erzeugt werden. Damit können neben Stücklisten (z.B. mehrere Artikel zu einem Bausatz) Ersatzartikel oder Folgeartikel definiert werden.

Verpackungseinheiten

Eine Verpackungseinheit ist eine Einheit, in der die Artikel verpackt werden können, wie zum Beispiel ein Beutel, ein Gebinde oder ein Karton. PSIwms kann verschiedene Verpackungseinheiten zu Artikeln und Transporteinheiten sowie bis zu drei Verschachtelungen dieser verwalten. In allen Lager-Prozessen werden die Verpackungseinheiten berücksichtigt, so kann beispielsweise in der Kommissionierung zwischen vollen Verpackungseinheiten und Anbruchmengen differenziert werden.

Visualisierung Warenempfänger (OSM)

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Die Komponente PSIgis des PSI Java Frameworks ermöglicht Ihnen eine Visualisierung von beliebig vielen Standorten und Routen mittels Open Street Maps. In PSIwms wird dies vor allem für die Anzeige der Warenempfänger zu aktiven Aufträgen oder die Anzeige von IOT-Chips, die das Tracking and Tracing von wertvollen Transporteinheiten oder Leergut ermöglichen, genutzt.

Warehouse Service Broker

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Das Zusatzmodul Warehouse Service Broker koordiniert als Zwischenebene unter den ERP-Systemen die WMS-Systeme mehrerer Standorte – unabhängig vom Hersteller der WMS-Software-Lösung – und fasst die WMS-Systeme zu einem großen virtuellen Lager zusammen. Dabei bezieht der Warehouse Service Broker seine Daten per Schnittstelle vom jeweiligen Hostsystem und ermöglicht neben der reinen Informationsabfrage auch die Bearbeitung. So können Umlagerungen in den Untersystemen avisiert, Bestandsänderungen an den jeweiligen Host gemeldet und Aufträge weitergeleitet werden. Die Untersysteme werden so über eine zentrale Stelle synchronisiert, während ihr eigentlicher Betrieb über die bereits vorhandenen WMS-Systeme weiterhin fortgeführt werden kann.

Zeitfenstersteuerung / Slotmanagement

Das Slotmanagement dient der effizienten Planung und Steuerung des Be- und Entladeverkehrs der Läger.

Fotos (von oben, l.n.r.): © Monkey Business – Fotolia.com