PSIwms bei Görtz: Waren für E-Commerce und Filialbelieferung unter einem Dach

Im zentralen Distributionszentrum der Schuhhandelskette Görtz sorgt das Warehouse Management System PSIwms für höchste Flexibilität und effizienten Warenumschlag. Das Unternehmen hat zuletzt sein Online-Geschäft von einem separaten Lager nun in das mit PSIwms betriebene Zentrallager integriert und konnte damit die Bestände und Kosten deutlich reduzieren. In diesem Rahmen wurden auch weitere Prozesse stärker automatisiert.

Mehr als 160 Filialen in Deutschland und Österreich werden aus dem zentralen Distributionszentrum des Handelsunternehmens in Norderstedt, vor den Toren Hamburgs, versorgt. Gut 500 Container und insgesamt rund 5,5 Millionen Paar Schuhe werden dort pro Jahr umgeschlagen. Informatorisches Rückgrat und führendes IT-System für die Steuerung der Lagerprozesse bildet das Warehouse Management System PSIwms der PSI Logistics GmbH, Berlin. »Wir suchten eine logistische IT-Plattform, die sowohl die Anforderungen an die Infrastruktur und Prozesssteuerung unserer komplexen Intralogistik als auch an künftiges Wachstum und entsprechende Veränderungen der Materialflüsse abdecken konnte«, erklärt Thomas Koopmann, Leiter Prozessmanagement und Prokurist des Handelsunternehmens.

Das PSIwms führt die Prozesse für ein viergassiges Palettenhochregallager mit 2.462 Stellplätzen und fünf Blocklager, davon eines mit drei unterschiedlichen Lagerbereichen. Wegen der teils geringen Stückzahl je Variante werden Einzelkartons im Fachbodenbereich auf Sicht möglichst platzorientiert kartonweise auf Mischplätzen eingelagert und wieder kommissioniert. Für das umfangreiche Sortiment hält das PSIwms rund drei Millionen Stammdaten vor. Es verwaltet die acht verschiedenen Lagerbereiche, steuert direkt die Transport-, Fördertechnik- und Kommissionierprozesse und organisiert die Nachschübe. Sein Funktionsumfang bindet die Steuerung moderner Kommissioniertechniken wie Pick-by-Voice, ein Staplerleitsystem oder die direkte Ansteuerung der Fördertechnik ohne Materialflussrechner ein. Verschiedenen Label-Applikationen zur Warenauszeichnung, Transport- und Versandsteuerung sorgen für optimales Routing unterschiedlicher Artikel, Auftragsgrößen und Ladungsträger. Für die effiziente Belieferung der Filialen ist ein effizientes Cross-Docking unabdingbar. Binnen weniger Minuten werden ganze Paletten aus den Containern entladen und in den Versandbereich zur Weiterverteilung verbracht oder auf die Filialen aufgeteilt.

Mittlerweile wurden die Prozesse im Görtz-Logistikzentrum weitgehend automatisiert und die Prozessteuerung aus dem PSIwms etabliert. Die vier Geschossebenen des Gebäudes sind mit einer durchgängigen Fördertechnik mit Steigförderern und Liften untereinander verbunden. Sie verläuft auf den Etagen an beiden Enden der Kommissioniergänge, so dass die Kommissionierer die gepickten Auftragsposten mit kurzen Wegen an die Fördertechnik übergeben können.

Die zunehmende Automation und Steigerung der Prozesseffizienz im Logistikzentrum legte die Basis dafür, den Multichannel-Handel mit eigenen Kapazitäten zu bedienen. Dazu wurde der Görtz-Webshop neu gestaltet und das gesamte Artikelspektrum online verfügbar gemacht. Überdies wurden die Bestell- und erforderlichen Kommissionierprozesse für den Online-Shop direkt an das PSIwms angebunden. »Innerhalb von nur zehn Wochen wurden die neu gestalteten Materialflüsse im Görtz-Distributionszentrum aus dem WMS gesteuert«, erklärt Hermann Tomczak, Projektmanager der PSI Logistics. »Die Effizienzsteigerungen sind nach Einbindung der neuen Fördertechnik und Anbindung des Online-Shops an das PSIwms deutlich spürbar«, resümiert Olaf Diekhoff, Prokurist und Leiter Supply Chain Management (SCM) bei Görtz. »Mit dem PSIwms haben wir trotz Übernahme der Multichannel-Prozesse inzwischen eine enorme Warenumschlagsgeschwindigkeit im Lager. Bei der Auftragsfertigung von Online-Bestellungen sind die Artikel innerhalb von zehn Minuten nach Eingang der Bestellung im Versand bereitgestellt.«